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Giersch -

nicht so dramatisch,
wie viele meinen

Giersch-Blatt
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Giersch (Aegopodium podagraria) ist eines der bestgehassten unerwünschten Wildkräuter überhaupt. Aber es gibt schlimmere - Giersch ist gut zu bekämpfen, wenn man es konsequent und rechtzeitig macht. Wenn man allerdings nichts unternimmt, können sich einzelne Pflanzen binnen weniger Jahre über große Flächen verbreiten.

Bei den meisten Gartenfreunden gilt Giersch allerdings als schwer zu bekämpfen: Er hat weitreichende unterirdische Triebe, die man restlos entfernen muss. Das ist (im ansonsten gepflegten Garten) aber nicht sonderlich schwierig und wenn die weg sind, ist wirklich Schluss. Eine Vermehrung durch Samen findet kaum statt, denn wer wartet, bis der Giersch blüht und Samen ausbildet, der hat sowieso was falsch verstanden in Bezug auf Gartenpflege.

Schwierig wird es nur da, wo die Pflanze Gelegenheit hatte, sich sehr eng zwischen die Wurzeln von Bäumen und Sträuchern einzunisten (z.B. bei Beerenobst). Wenn ihm das gelungen ist, ist der Giersch wirklich schwierig wieder wegzukriegen.

Gierschpflanze

Die Pflanze ist auf allen Böden zu finden, bevorzugt aber lockere Erde mit hohem Stickstoff-Anteil. Gerne steht er im Halbschatten unter Büschen und kann dort (z.B. in grossen Gärten und Parks) grosse Flächen bedecken. Anfang des Sommers blüht der Giersch in weissen Dolden.

Wenn er Gelegenheit hatte, Blütenstände auszubilden, wird er auch recht hoch (bis knapp einen Meter), normalerweise aber wird man ihn entfernen, noch bevor er 20 cm hoch wird.

Die Blätter erinnern an die Blätter des Holunderbaums (Hollerbusch, Hollerbaum), weshalb Giersch auch als Wiesenholler bekannt ist. Überhaupt hat die weitverbreitete Pflanze eine ganze Reihe von Trivialnamen: Hirschklee und Geissfuss, Dreiblatt und Ziegenkraut, Baumtropf und Schettele sind einige Bezeichnungen, die wir gefunden haben.

Ähnlich wie Löwenzahn ist auch Giersch ein gutes Kleintierfutter (z.B. Kaninchen). In der Küche finden die ganz jungen Blätter ihren Platz in der Salatschüssel. Wenig bekannt ist auch, dass die ganz jungen unterirdischen Triebe ein wertvolles Gemüse sind bzw. als Gewürz Verwendung finden können: Der Geschmack erinnert an Petersilie, ist aber deutlich schärfer. Es werden ausschliesslich die wirklich ganz jungen Triebe verwendet, die noch weiss sind wie Spargel, aber natürlich leider sehr dünn (auf dem Foto sind es die Wurzeltriebe oben rechts und der ganz rechts). Wegen der Schärfe braucht man aber nicht viel davon. Probieren Sie's einfach mal während der Gartenarbeit!

In der Volksmedizin gilt die vitaminreiche Pflanze auch als Heilmittel gegen Gicht und Rheuma, was sich in dem volkstümlichen Namen Zipperleinskraut und der wissenschaftlichen Bezeichnung (Aegopodium podagraria) widerspiegelt: Podagra ist eine Form der Gicht.

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