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Verfolgt und verfemt:

Eine Lanze für die Spinnen

Kreuzspinne
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iieeehhhh

Alles klar: Frau trifft auf Spinne.

Warum eigentlich sind so viele Menschen von Entsetzen erfüllt, wenn ihnen eine Spinne über den Weg läuft, woher kommt diese völlig irrationale Abneigung vieler Menschen unseres Kulturkreises gegen die harmlosen Tierchen?

Es muss eine tiefsitzende und immer wiederholte Überlieferung sein, die zu den schrillen Frauenschreien führt, denn in anderen Kulturen ist die Spinnenangst nicht verbreitet (obwohl es in anderen Ländern Spinnen gibt, deren Bisse durchaus unangenehme Folgen haben können).

Sicher spielt auch eine Rolle, dass Spinnen sich z.T. blitzschnell auf ihren 8 Beinen bewegen können und dadurch eine gewisse Unberechenbarkeit demonstrieren (ähnlich wie rennende Mäuse).

Wir wollen uns hier besonders mit den Webspinnen (Araneae, auch als "echte Spinnen" bezeichnet) beschäftigen, also jenen, die meistens ein Netz spinnen, wie die Kreuzspinne (oben im Bild), obwohl es bei diesen echten Spinnen auch Arten gibt, die das nicht tun, wie z.B. die im Garten häufigen Wolfsspinnen.

Spinnen haben 8 Beine (Insekten haben nur 6). Viele, aber keineswegs alle Arten bauen Netze - höchst kunstfertige Gebilde, die dem Fang der Beute dienen. Spinnen sind nützliche Insektenvertilger; sie leben überwiegend z.B. von Mücken und Fliegen und sollten uns deshalb eigentlich willkommene Helfer sein.

Sie sind ihrerseits eine sehr wichtige Beute für viele andere Tiere, wobei wir hier nur auf die Vögel hinweisen wollen. Insbesondere Meisen und Rotkehlchen und viele ähnlich "sympathische" Arten sind in starkem Masse auf Spinnen angewiesen.

Für den Gartenfreund wichtige Arten, weil er ihnen häufig begegnet, sind neben den echten Spinnen die Weberknechte (das sind die mit dem kleinen Körper und den endlos langen Beinen, die sie sehr schnell verlieren, wenn man versucht, sie zu fangen).

Die Spinnen in unseren Gärten, wie z.B. Kreuzspinne und Feldwinkelspinne, Springspinnen und Wolfsspinnen brauchen Sie keineswegs zu fürchten (dass diese Feststellung für bestimmte Allergiker nicht gelten muss, versteht sich von selbst).

Es gehört einiges dazu, von einer Spinne gebissen zu werden. Am ehesten geschieht es - den Spinnenfreunden, nämlich wenn sie eine grosse Kreuzspinne oder eine der grossen braunen Feldwinkelspinnen in die hohle Hand nehmen, um sie vor den Besen u.ä. Mordwerkzeugen der Mitmenschen in Sicherheit zu bringen. Aber auch so ein seltener Spinnenbiss hat keine grösseren Auswirkungen auf die Gesundheit.

In Urlaubsgebieten wie Australien und Brasilien allerdings gibt es durchaus gelegentlich Giftspinnen, deren Biss unangenehme und manchmal sogar tödliche Folgen haben kann. Aber in jenen Ländern gibt es auch sonst eine Menge anderer Tiere und Pflanzen, die dem Menschen erheblich mehr Pein bereiten können, als unsere Spinnen es tun.

In afrikanischen Märchen und Sagen ist die Spinne "Anansi" übrigens von grosser Klugheit und nimmt für viele Bereiche des Lebens eine Gott-ähnliche Funktion ein.

Sie müssen die Spinnen ja nicht bewusst fördern, aber vielleicht wenigstens zufrieden lassen: Spinnen erfüllen im Garten eine wichtige und für den Gartenfreund nützliche Funktion.

Falls Sie auf unserer Seite nicht "fündig" geworden sein sollten, wird Ihnen sicherlich dieses "Google"-Suchfeld weiterhelfen:

 

 
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