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Tipula

Gefrässige Larven

Tipula, Schnake
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Wiesenschnaken (wiss: Tipula) kennen Sie natürlich. Das sind diese grossen "Riesenmücken". Sie sehen furcheinflössend aus - wer möchte davon schon gestochen und ausgesaugt werden!

Aber keine Sorge: Alle Tipula-Arten sind völlig harmlos. Sie stechen nicht und beissen nicht, sondern fliegen einfach nur doof rum. Es ist höchstens etwas lästig, wenn die Tiere mit ihrem eher unbeholfenen Flug nachts auf einem "rumtanzen".

Am häufigsten sind die Wiesenschnake (Tipula paludosa) und die Kohlschnake (Tipula oleracea). Die Unterschiede müssen uns hier nicht interessieren; im Garten wechseln sie sich zeitlich ab: Wenn die einen fertig sind, fangen die anderen gerade an. Allerdings ist von gewisser Bedeutung, dass die Kohlschnake gelegentlich zur Massenvermehrung neigt (vor allem in der ersten Generation, die im Mai aus den Puppen schlüpft).

Die Larven der Schnake ("Schuster", Schneider, Stelzmücke) sind die eigentlich unerwünschten Gäste im Garten, denn sie sitzen tagsüber knapp unter der Grasnarbe und schädigen den Rasen u.U. ganz erheblich, wenn sie nachts aus ihren Löchern kommen und die oberirdischen Halme fressen.

Es sind 2 bis 3 cm lange (sie können sich allerdings sehr strecken) bräunliche bis oliv-grüne "Raupen" ohne Beine und ohne sonstige klare Gliederung. Sozusagen wie Gurken. Es sind natürlich auch keine wirklichen Raupen, denn Schnaken sind ja keine Schmetterlinge. Es sind auch keine Engerlinge (obwohl viele Menschen sie dafür halten.

Die eine oder andere Larve kann natürlich jeder Rasen problemlos verkraften. Schwierig wird es, wenn es zu viele werden und Populationsdichten von 100 oder 200, sogar bis zu 500 Larven pro Quadratmeter Rasenfläche sind ohne weiteres möglich!

Die unerwünschten Gäste kann man auf verschiedene Weise bekämpfen: Es gibt chemische Mittel und die Bekämpfung mit Nematoden (Fadenwürmer oder Älchen).

Nematoden gelten vielfach als "Allheilmittel" gegen verschiedene unerwünschte Gäste, auch gegen Schnecken. Sie sind aber ihrerseits - sofern sie sich zu sehr ausbreiten - unerwünscht. Und Nematoden (die in verschiedenen Arten und in grosser Zahl sowieso überall im Garten vorkommen) sind schwieriger zu bekämpfen, da sie langjährig vitale Dauerformen ausbilden.

Ausserdem ist die biologische Bekämpfung der Wiesenschnake mit Nematoden nicht ganz billig und muss sich an einen genauen Zeitplan halten, da diese Fadenwürmer die Tipula-Larven nur in ganz bestimmten Entwicklungsabschnitten schädigen.

Es gibt natürlich die total biologische Methode, nämlich viele Vögel im Garten, vornehmlich Amseln und Stare. (Bitte beachten Sie unbedingt unsere Informationen über Vögel im Garten, vor allem, wenn Sie die unerwünschten Tiere in Ihrem Garten mit chemischen Mitteln behandeln wollen)

Diese sehr natürliche Bekämpfung wird der Besitzer einer wirklich gepflegten, sehr grossen Rasenfläche vielleicht nicht wählen, denn die Vögel graben den Rasen u.U. ziemlich um. Es ist aber Ansichtssache, der Autor selbst hat keine Probleme damit, dass die Vögel sich die Protein-Bomben aus dem Rasen ziehen und dabei auch das eine oder andere Loch in den Rasen hacken.

Im "normalen" Garten wird es übrigens wahrscheinlich gar nicht so grosse Probleme mit Tipula geben. Hier besteht ein relativ ausgewogenes Verhältnis zwischen Tipula, natürlich vorkommenden Nematoden und Vögeln. Die Probleme entstehen eher auf Golfplätzen u.ä. Monokulturen. Das aber wiederum ist nicht das Thema dieser WebSite . . .

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